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Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU

Titel:
Niederspannungsrichtlinie (NSR - engl.: LVD)
Richtliniennummer:
Die aktuelle Rihtlinie 2014/35/EU ist zwingend seit dem 20.April 2016 anzuwenden.
Bitte passen Sie entsprechende Konformitätserklärungen an und verwenden Sie nur noch diese neue Richtlinie. 
Die 2014/35/EU ist Nachfolger der 2006/95/EG und deren vorhergehende Version 73/23/EWG (der Verweis in EU-Unterlagen auf die 2006/95/EG wird als Verweis auf 2014/35/EG angesehen).
Nebenbei: LVD ist der englischsprachige Ausdruck für die Niederspannungsrichtlinie.
Umgesetzt in Deutschland durch:
1. ProdSV vom 17.März 2016 = 1.Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz, kurz ProdSG (vormals GPSG)
Hier frei vorhanden:
Die neue Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU (pdf)
Liste der harmonisierten Normen vom Mai 2016 (pdf)
Leitfaden zur Anwendung der Niederspannungsrichtlinie Ausgabe 2007/2008(d) (pdf)
Die alte Ausgabe der Niederspannungsrichtlinie 73/23/EG in kodifizierter Version (pdf)
Wenn Sie am liebsten direkt auf den Seiten der EU suchen, dann probieren Sie diesen Link aus! .
Wenn Sie sich für die Softwarelösung interessieren, die der Autor dieser Seiten mit erstellt hat, dann probieren Sie mal diesen Link auf WEKA-Niderspannungscheck, demnächst WEKA PILOT. .
Die genauen Quellenangaben finden Sie in den pdf-Dateien.
Den englischsprachigen Leitfaden der EU vom Oktober 2016 haben wir hier nicht verlinkt, weil er inhaltlich missverständlich ist. Die meisten Details enthält auch der in deutscher Sprache erhältliche "Blue Guide" zu diesen Richtlinien.
Kurzdefinition:
Als elektrische Betriebsmittel im Sinne dieser Richtlinie gelten elektrische Betriebsmittel zur Verwendung bei einer Nennspannung zwischen 50 und 1000 Volt für Wechselstrom und zwischen 75 und 1500 Volt für Gleichstrom.

 

Niederspannungsrichtlinie

Die neue Ausgabe der Niederspannungsrichtlinie enthält nur dezente Neuregelungen wie die etwas versteckt enthaltene Risikoanalyse und genauere Vorgaben an Hersteller und Händler. Seit erscheinen der ersten Ausgabe von 1973 mit der Nummer  73/23/EWG sind entsprechende Sicherheitsanforderungen verbindlich. Seit 1. Januar 1997 ist kein Verkauf ohne CE-Kennzeichnung erlaubt. Die CE-Kennzeichnung kann bei Erfüllung der in der Niederspannungsrichtlinie genannten Sicherheitsziele angebracht werden. Dies bedeutet im Allgemeinen die Erfüllung der in einer harmonisierten Norm genannten detaillierten technischen Vorgaben.

Unter diese Richtlinie fallen alle elektrischen Betriebsmittel innerhalb bestimmter Spannungsgrenzen. Die untere Spannungsgrenze ist entgegen der Planung der Jahre 2002-2005 bei den bestehenden Werten belassen worden, da der Aufwand bei einer Umstellung unangemessen wäre. Viele Normen sehen aber eine 0-Volt-Grenze im Anwendungsbereich vor.

Bitte beachten Sie, dass viele der hier gelisteten Normen aufgrund der RED-Richtlinie (Funkanlagen) auf die entsprechenden Produkte zum Nachweis der elektrischen Sicherheit anzuwenden sind!

Zum Begriff "Elektrische Betriebsmittel": dies sind alle Gegenstände und Einrichtungen zum Erzeugen, Fortleiten, Verteilen, Speichern, Umsetzen und Verbrauchen elektrischer Energie. Als Beispiele seien genannt: Generatoren, Kabel, Schalter, Steckdosen, Akkumulatoren, Transformatoren, Leuchten, Haushaltsgeräte, Motoren.

Hinweis für den Maschinenbau: die Maschinenrichtlinie besagt in Anhang 1 Punkt 1.5.1, dass die Niederspannungsrichtlinie nicht deklariert werden soll. Inhaltlich ist das nicht unumstritten und wurde nach unserer Kenntnis bislang noch nie als Mangel einem Konformitätserklärungsaussteller von Behördenseite vorgeworfen.

Inhaltlich sind bei Maschinen die Anforderungen typischer Normen wie  z.B. der EN 60204 einzuhalten.

Wichtige Zitate aus der Richtlinie:


Artikel 1
Als elektrische Betriebsmittel im Sinne dieser Richtlinie gelten elektrische Betriebsmittel zur Verwendung bei einer Nennspannung zwischen 50 und 1000 Volt für Wechselstrom und zwischen 75 und 1500 Volt für Gleichstrom mit der Ausnahme der Betriebsmittel und Bereiche, die in Anhang II aufgeführt sind.


Dieser Anhang II (Ausnahmen) umfasst die folgenden Geräte:

Im Anhang III sind die Inhalte technischen Dokumentation dargestellt, dort findet sich auch die Nennung der jetzt geforderten Risikoanalyse nach Niederspannungsrichtlinie!

Wenn wirklich die angewendeten Normen (wie EN 60335 etc.) diese Vorgaben nicht ausreichend abdecken, dann nutzen Sie die Erfahrungen mit der Maschinenrichtlinie und wenden z.B. EN ISO 12100 oder die alte EN 14121 an!

vgwort

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