Man könnte lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Wenn sie Marktüberwachung CE googeln finden sie beispielsweise „Produktsicherheit und energieverbrauchsrelevante Produkte Jahresberichte 2017 und 2018“. Ja, wir haben aber das Jahr 2025 modernere Sachen sind nur auf größeren Umwegen zu finden, zum Beispiel über die europäische Union und dort leider nur ein englischer Sprache. Das Ding heißt dann „Report on controls on products Entering the EU market 2024“.
Aber um noch mal auf die baden-württembergischen Berichte zurückzukommen:
Diese enthielten früher sehr viele Hinweise, wie man Produkte besser machen kann oder warum eine Maschinenanlage in die Luft geflogen ist oder ähnliche schwere Unfälle entstanden sind. Es ging gerade um dieses warum, um damit eben Lehrbeispiele zu haben.
Es um die Technik, um zu zeigen, wie kann ich es besser machen oder wie mache ich es überhaupt richtig genau?
Das war auch immer mein Ansatz und deswegen bin ich ehrlich gesagt sehr erstaunt, dass das jetzt seit bald 10 Jahren nicht mehr der Fall ist. Dafür verweist das baden-württembergische Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft auf Öko-Design und Energie Label, leider auch zu einem älteren Stand – vielleicht sollten die Leute www.ce-zeichen.de nutzen, dann wären sie auf dem aktuellen Stand.

So bleibt mir nichts anderes übrig, als aus dem EU-Report für das Jahr 2024, erschienen im Juni 2025, einige Zahlen zu zitieren.
Zum Beispiel dass die Kontrollrate von zwischen den Jahren 2002 und 2024 fast auf die Hälfte gesunken ist – das finden sie auf Seite 9 in dem Report.
Wenige Seiten weiter auch einen Hinweis auf das Risikomanagement, was ich etwas missverstehe in Richtung Risikobeurteilung. Es liegt vermutlich daran, dass ich das Englisch nicht so gut beherrsche, als dass ich jetzt unmissverständlich solche Texte lesen könnte. Bitte entscheiden sie insofern selber, was die EU da zu sagen versucht. Mein Eindruck ist, das was als Risikobeurteilung vorgeschrieben wird, und damit meine ich nicht nur die Maschinenrichtlinie, äußerst gering umgesetzt wird. Die Risikobeurteilung soll alle mit einem Produkt verbundenen Gefahren erkennen und auch in Folge minimieren. Diesen Gedankengang sehe ich mittlerweile bei sehr wenigen Nachweisdokumentationen, wenn ich diese ansehe. Übrigens ist das genauso katastrophal im Bereich Automobilbau. Was ich dort in den letzten Jahren an Lösungen erlebt habe, geht eigentlich auf keine Kuhhaut, die Produkte werden nicht besser. Gucken Sie sich Fensterheber an, seit Jahrzehnten haben wir elektronische Scahltungen, die ein Einklemmen weniger schm,erzhagft machen, aber aus Kostengründen wird das nicht immer eingebaut (europäischen Hersteller, die Chinesen zeigen meistens sehr gute Lösungen).
Aber damit zurück zu den Zahlen, was die was an den EU-Aussengrenzen untersucht wurde. Es waren 392.000 Produkte, davon 148.000 die ohne Beanstaltung weiter geleitet wurden. Aber 244.000 wurden beanstandet und davon 64.000 zurückgeschickt bzw. der Verkauf wurde untersagt und möglicherweise verschrottet bzw. entsorgt.
Auch habe ich Schwierigkeiten zu erkennen, ob es nur um Kleinigkeiten geht, um eine fehlerhafte Konformitätserklärung oder ob so richtig dicke Fehler am Produkt dran waren. Eigentlich führen nur „dicke Probleme“ dazu, dass das Produkt hier nicht verkauft werden kann.

Es gab schon vor 20 Jahren die Diskussion, in welchen Ländern was kontrolliert wird und welche Produkte abgelehnt bzw. nicht in die EU rein dürfen und entsprechend wieder zurück gesendet werden. Das wird in dem aktuellen EU-Report in meines Erachtens völlig verschleiert. Man kann jetzt lange drüber diskutieren, ob das korrekt oder schlapp ist. Ich finde, das Informationsbedürfnis der Bürger wird nicht ausreichend gewürdigt. Ich bleibe an dem Thema dran. Wenn Sie Kommentare, Informationen oder Beispiele haben, mailen Sie mich bitte an!